Montag, 5. Januar 2015

Der erste Satz - Sagt es mir!

... ist doch am schwersten.


Hallo Freunde der Nacht!

Frage an die Autoren: Findet ihr es auch so schwer einen Anfang zu einer Story zu finden? Da ist diese Geschichte in euren Köpfen, die raus will, die erzählt werden MUSS! Aber wie soll man anfangen? Der erste Satz soll fesseln, soll anlocken, soll zum Weiterlesen verführen. Der erste Satz soll den Stein des Kreativen ins Rollen bringen und eine Lawine an wortgewaltigen, nun zumindest lesenswerten, Ergüssen nach sich ziehen. Und ... man fängt an und löscht und fängt an und löscht und ... Irgendwann hat man ihn. Den ersten Satz von ... ja, von wie vielen eigentlich? Habt ihr mal gezählt aus wie vielen Sätzen eure Bücher bestehen? Puh! Das sind viele! :-)

Frage an die Leser: Entscheidet ihr gleich nach dem ersten Satz, ob ihr weiterlesen wollt? Oder nach einer Seite? Nach mehreren Seiten? Habt ihr euch mal gefragt, warum die Geschichte gerade mit diesem Satz beginnt? Erinnert ihr euch am Ende des Buches noch an den ersten Satz? Nein? Dann probiert doch mal Folgendes aus. Nehmt die letzten Bücher, die ihr gelesen habt, und lest davon die erste und die letzte Seite.:-)

Wieso komme ich auf so etwas?

Weil ich an der Arbeit eines neues Buches begonne habe und soeben den ersten Satz geschrieben habe. Das interessante ist, dass ich diesen gewiss gar nicht verwenden werde, und dennoch ist es unverzichtbar, dass ich ihn geschrieben habe. Denn es beginnt immer mit dem ersten Satz. Und irgendwann, so beim Schreiben, stolpere ich bei diesem Weg über denjenigen Satz, der für euch Leser der erste Satz werden wird. Aber wisst ihr was? Dieses Mal mache ich es anders. Denn es wird keinen ersten Satz in diesem Sinne gebe. Nur ein Wort. Welches?

Das werde ich bald verraten. Aber nur verratet ihr doch mal.

Was ist der schönste erste Satz, den ihr je gelesen/geschrieben habt? Ich bin gespannt.

Dunkle Grüße, eure Laya Talis.

Kommentare:

  1. Mein erster Satz ist meistens nur ein unbedeutendes BlaBla. In etwa so: "Na, dann wollen wir mal. Also da gibt es dieses Zimmer. Irgendwo. Ist nicht am Arsch der Welt aber man kann ihn vom Fenster aus schon ganz gut sehen...."

    Das ist zwar selten dämlich aber so komme ich ins Tippen. Ich schreibe immer am Laptop und komme durch ein paar blöde Sätze auf Geschwindigkeit. Irgendwann komme ich dann zu dem, was ich wirklich schreiben will. Den echten, ersten Satz schreibe ich erst viel später und grüble auch gern lange an ihm rum. Schließlich ist es mein " Hi, Willkommen!" an meine Leser.

    Wenn ich ein Buch lese ist für mich der erste Satz nicht wirklich wichtig. Ich lese, weil es mich interessiert. Oder weil ich den Autor klasse finde. Bei Amazon mag ich den Blick ins Buch. In der Buchhandlung lese ich die erste Seite. Dann ein bis zwei aus der Mitte. Und ja, ich schaue auch schon mal beim letzten Drittel vorbei. Außerdem bin ich ein Fan von Vor und Nachworten.

    Lieben Gruß
    Tom

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    1. Hallo Tom!
      Ich kann dir da voll zustimmen.
      Und ich liebe auch den Blick ins Buch. Man merkt doch immer erst nach ein paar Seiten, ob einem der Schreibstil gefällt.
      Dunkle Grüße
      Laya

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  2. Ich habe ja nur mal so aus Spaß Geschichten geschrieben, aber das was Du da beschreibst habe ich auch so empfunden. Am ersten Satz habe ich immer lange gesessen, obwohl die Geschichte dahinter schon rauswollte. Und eigentlich immer habe ich den ersten Satz im Nachhinein wieder geändert.

    Als Leser messe ich dem allerersten Satz nicht so viel Bedeutung bei. Es ist eher die erste Seite, die mich in die Geschichte führen muss. Ist sie nicht interessant, wird es das Buch bei mir schwer haben.

    Liebe Grüße
    Sonja

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    1. Hallo Sonja,
      ich frage mich gerade, ob es mir bei Schulaufsätzen auch so ergangen ist. Ich weiß es nicht mehr. *grübel*
      Mir ist aufgefallen, dass der erste Satz ganz selten mit wörtlicher Rede beginnt. Dabei wird man dann so schön in die Handlung geschmissen. :-) Sollte ich vielleicht auch mal wagen.
      Dunkle Grüße
      Laya

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