Donnerstag, 19. Dezember 2013

Jeremias - Auf zum Verlag!

 
Hallo Freunde der Nacht!
Jeremias hat sich bereits gestern auf den Weg zum Verlag gemacht und wird in den nächsten Tagen somit in die Shops gehen. Ich freue mich schon auf euer Feedback und wünsche euch wie immer ein dunkles Lesevergnügen.

Als kleines Vorhäppchen für euch schon mal zum "Vorbereiten", die ersten zwei Seiten aus der Novelle Zwischen Göttern und Teufeln´.

Dunkle Grüße 
eure Laya Talis






 Auszug aus: Jeremias - Zwischen Göttern und Teufeln:
 
Die Reihe:
Der Pakt – Zwischen Göttern und Teufeln, Band eins, Juni 2013
Der Verrat – Zwischen Göttern und Teufeln, Band zwei, November 2013
Jeremias – Zwischen Göttern und Teufeln, Novelle, Dezember2013
Die Schatten, Zwischen Göttern und Teufeln, Band drei, Mai 2014
Herbst 2014: Band vier

Kapitel eins
Jeremias 
 
„Christ! Du gehst heute Nacht mit deinen Männern in das Judenviertel.“
Jeremias runzelte seine Stirn und trank den letzten Schluck des mittlerweile lauwarmen Wassers aus seinem Tonkrug. Über den Rand seines Bechers sah er zu Abdan, dem Oberbefehlshaber der Stadtwache Jerusalems. „Meine Schicht ist vorbei“, brummte er.
Abdan grinste und präsentierte seine schiefen, gelben Zähne. „Komm schon. Sie sind doch deine Freunde, dieses Pack. Hast dir doch sogar einen Namen von ihnen geben lassen und eine ihrer Weiber geheiratet!“
Jeremias erhob sich von dem niedrigen, klapprigen Holzschemel und griff wie zufällig nach dem Schwert, das in seinem Schwertgürtel steckte. „Pack? Sie haben mir, als ich nicht wusste wohin, ein Obdach gewährt und mir Essen gegeben. In meinem Land empfindet man Dankbarkeit, wenn einem so viel Güte zuteilwird. Man spricht dann von guten Leuten und nicht von Pack.“

Abdans Stuhl knarrte, als er sich nach hinten lehnte und seinen Blick in die Runde der anderen sechs Männern - alles waren Wachen, die in seinen Diensten standen - wandern ließ. „Und ich gebe dir Arbeit. Wir Muslime erlaubten dir diese Stadt überhaupt zu betreten, als dein feiger König den Krieg verlor, den Schwanz einzog und sich zurück nach England verpisste. Mir solltest du dankbar sein.“
Jeremias unterdrückte nur noch mühsam seine Wut. Seit Abdan vor einem Jahr den Oberbefehl der Stadtwache übernommen hatte, sah er sich ständig dessen Anfeindungen ausgesetzt, und in den letzten Wochen war es immer schlimmer geworden. Wie alle Christen und Juden, galt Jeremias trotz seiner Stellung als Mitglied der Wache Jerusalems, als ein Bürger zweiter Klasse. Und das beschränkte sich nicht nur darauf, dass er wie alle Juden und Christen eine zusätzliche Steuer zu zahlen hatte. „Es gab einen Waffenstillstand zwischen König Richard und Saladin. Und es war Saladin und nicht du, der mir meine Anstellung verschaffte.“ Er band sich den braunen Gürtel über seine grobe, lederne Hose.
Abdan lachte höhnisch auf. Murad, einer der Mitglieder der Stadtwache, Jeremias' Freund und ihm unterstellt, fasste Jeremias beschwörend am Arm. „Lass gut sein und komm“, flüsterte er. Jeremias jedoch riss sich los. Er würde dieser Auseinandersetzung, ebenso wie keiner jemals zuvor, ausweichen. Er war kein Feigling.

„Saladin ist tot, Christ. Manche von uns glauben, dass jeder Christ und jeder Jude ihm folgen sollte“, sagte Abdan.
Jeremias zuckte scheinbar unbeeindruckt seine Schultern, doch keinem der anderen Männer, auch Abdan nicht, entging, dass er seine Hand fest um den Griff seines Schwertes legte. „Dann sollten diese Manche ihren Glauben in Taten umsetzen!“
Abdan schob sich eine getrocknete Dattel in den Mund und kniff die Augen zusammen. Vermutlich sollte diese Mimik grimmig wirken, doch sie sah nur verunsichert aus. Jeremias wusste, dass er Abdan im Schwertkampf weit überlegen war und Abdan war nicht so naiv, sich dessen nicht ebenfalls bewusst zu sein. „Sollten sie vielleicht tun … Bahh! Geh, Christ. Das ist ein Befehl. Geh zu deinen Juden“, brummte Abdan und nahm die unterschwellige Herausforderung nicht an. Zumindest nicht in diesem Augenblick.
Jeremias nickte. Auch wenn es ihm nicht gefiel, gehorchen musste er. „Ja, Herr.“ Er winkte Murad ihm zu folgen. Wieder eine Nachtschicht, dabei war Jeremias schon seit dem Morgengrauen unterwegs.

...




Kommentare:

  1. Klasse, Laya!
    Ich wünsche Dir ganz ganz viel Erfolg damit!
    Du hast es auf jeden Fall verdient.

    Ich stecke noch mitten in "Der Pakt" und bemühe mich extra langsam zu lesen, damit er nicht so schnell zu Ende geht... Ich habe zum Glück auch nur abends vor dem Schlafengehen Zeit.^^

    Ich bin wirklich restlos begeistert bislang.
    Die Charaktere sind so lebendig beschrieben, dass man sie fast greifen könnte. Absolut klasse. Und die Geschichte zieht mich immer mehr in ihren Bann. Es macht unglaublich viel Spaß das Buch zu lesen.

    Liebe Grüße
    Sonja

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    1. Hallo Sonja!

      Wow, so ein tolles Lob. vielen, vielen Dank. :-)
      Ich wünsche Dir noch ganz viel Spaß beim Weiterlesen!

      Ich hoffe die weiteren Bände werden Dir ebenso gefallen.

      Dunkle Grüße,
      Laya

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